“Wir sind von je her gewohnt, unsere Medikamente in einer Apotheke zu kaufen. Und wir zahlen auch die entsprechenden Preise dafür, die ja mittlerweile - auch außerhalb der Pharmabranche - als Synonym für teure oder gar überteuerte Angebote stehen. Dabei stellt sich die Frage, ob die Preise wirklich angemessen sind, oder ob sie nicht vielmehr dadurch geprägt wurden, dass Apotheken quasi Monopolisten des Vertriebs von Arzneimitteln waren und diese Stellung ausgenutzt haben. Untermauert wird dies durch die Argumentation, dass der Vertrieb von Arzneimitteln ein hohes Maß an Sachkunde und Seriosität erfordert und der Händler eine absolute Vertrauensstellung inne haben sollte. Dieses Bild wurde von den Apotheken perfekt verkörpert und auch marketingstrategisch ausgenutzt, indem die Apotheken Produkte in ihr Sortiment aufgenommen haben, die nicht zu den klassischen Arzneimitteln gehören.
Pfiffige Geschäftsleute - unter ihnen auch Apotheker - haben bereits in den siebziger Jahren Versuche gestartet, andere Vertriebswege für Medikamente zu schaffen und zu etablieren. Anfänglich scheiterten diese immer wieder, insbesondere durch den erbitterten Widerstand der Apotheker, die natürlich ihre Stellung gefährdet sahen. Auch die Skepsis der Ärzte und der Politiker, die sich nicht vorstellen konnten, dass ein so vertrauensbehaftetes Gut wie Arzneimittel auf alternativen Vertriebswegen an den Markt gebracht werden könnte, stand den Versuchen im Weg.
Doch ein Pionier des Reimport- und Versandhandels im Pharmageschäft, Herr Kohl, versuchte es immer weiter und gründete 1979 die Kohlpharma GmbH, deren Geschäftsfeld zunächst der Import von medizinischen Einmal-Artikeln war. 1984 startete das Unternehmen den bundesweiten Vertrieb von Importarzneimitteln von www.kohlpharma.com. Seither wurde das Unternehmen immer wieder mit Klagen überhäuft, gegen die es sich aber erfolgreich wehren konnte. Heute ist das Unternehmen Marktführer im Reimportgeschäft. Es nutzt die Tatsache, dass Original-Medikamente im Ausland deutlich billiger angeboten werden, kauft sie dort ein und importiert sie zurück nach Deutschland.”
